Sicilia 2011 – 2012

Leben in Italien und auf Sicilia


Wir werden in Deutschland oft gefragt, ob wir keine Angst haben, in Italien oder auf Sicilia zu leben.

Nein, wir haben keine Angst. Weder vor der Mafia noch vor irgendetwas anderem. Wir leben genauso gefährlich wie ungefährlich, als wenn wir in Deutschland sind. Es gibt z.Zt. andere Länder – die bedingt durch die politische Lage –  viel gefährlicher sind.

Ob man sich als Deutsche/r in Italien/Sizilien wohl fühlt oder nicht, das hängt sehr von der geistigen Flexibilität ab. Man kann in Italien gut leben, wichtig ist nur, dass man seine Vorstellungen von „normaler Lebensart“ relativiert, dass man bestimmte Dinge einfach akzeptiert, die man in Deutschland niemals akzeptieren würde. Integration ist eine schmale Gradwanderung und oft nicht immer ganz einfach.

Italien ist mit Sicherheit kein Traumland, sondern ein ganz normales Land, mit vielen schönen aber auch vielen unschönen Facetten.

Sich für längere Zeit auf eine andere Lebensart und eine andere Mentalität einzulassen, ist aber auf jeden Fall eine Erfahrung wert. Vorurteile sowie Illusionen über das Land, wo die Zitronen blühn, sollte man vorher ablegen, sonst wird man Italien/Sizilien weder richtig kennen, noch schätzen lernen. Deutsche, die auf ihre Unabhängigkeit erpicht sind, an der deutschen Korrektheit, Pünktlichkeit und Ordnung hängen, werden in Italien verzweifeln und sollten lieber zu Hause bleiben.

Die Mentalität der Italiener und auch der Sizilianer hat viele angenehme Seiten und macht das Leben in mancher Hinsicht leichter, aber auch in dieser Beziehung wird man nicht nur Positives erleben. Italien und ganz besonders Sizilien ist ein sehr katholisches Land und so sind diese Menschen stark von Traditionen und gesellschaftlichen Konventionen sowie aus ihrer Geschichte heraus geprägt. Dies zu respektieren ist besonders wichtig.

Die Kompliziertheit und die Langsamkeit der italienischen Bürokratie lässt oftmals Sehnsucht aufkommen nach der Arbeitsweise deutscher Ämter.

Auch die Vetternwirtschaft ist in Italien ziemlich normal und wir kennen diese schon zur genüge aus Österreich. Wer die richtigen Bekannten an den richtigen Schreibtischen kennt, kommt hier und da sehr gut zurecht, was man natürlich positiv und negativ sehen kann.  Wichtig auf der Suche nach einem Platz an dem man sich wohl fühlt, ist respektvoll, aufmerksam und vorurteils- frei auf die Menschen – die einem auf dem eigenen Weg begegnen – zuzugehen.

Auch wir haben einige Fehlschläge in zwischenmenschlichen Beziehungen einstecken müssen und sind Irrtümern erlegen. Aber rückblickend haben wir unseren Platz gefunden.

 

Ci vediamo a Sicilia!

 

L’arrivo – Ankunft 20.10.2011

Porto Termini Imerese












































I tetti di palermo…
















Text soon



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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