Salzburg – da wo wir noch Daheim sind…

Das Salzburger Rathaus ist ein viergeschossiger Bau mit Rokokofassade und einem stadtbildprägenden charakteristischem kleinen Turm. Es wurde im 14. Jahrhundert als Wohnhaus des Patriziergeschlechtes des Keuzl (Keutzlturm) genutzt und wurde 1407 von der Stadtgemeinde erworben und dann unter Erzbischof Markus Sittikus 1616 bis 1618 vollständig umgebaut. Die heutige Rokokofassade wurde 1772 hergestellt.
Kürzlich wurden im Keller des Rathauses Mauern aus der Zeit des 12. Jahrhunderts und ein Münzschatz aus dem 17. Jahrhundert gefunden. Der bisher älteste Pflasterboden Salzburgs aus großen, sorgfältig verfugten Salzachkieselsteinen, aus dem 12. Jahrhundert stammend, wurde hier unter Leitung des Stadtarchäologen Wilfried Kovacsovics freigelegt. Auch ein Rest der alten Stadtmauer der Stadt Salzburg aus der Zeit der ersten Befestigung der Stadt ist hier freigelegt. In den letzten Jahren wurde das Gebäude unter Leitung von Rüdiger Schobersberger restauriert. Heute ist das Gebäude im Erdgeschoss von Geschäften, sonst aber von Magistratsabteilungen genutzt. Der Bürgermeister residiert im Schloss Mirabell.

Leider gibt es nicht sehr oft die Möglichkeit den Rathausturm zu besichtigen.
Also kommt mit mir hinauf auf den Salzburger Rathausturm…
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Hier im zweiten Stock ist neben dem Sitzungszimmer des Gemeinderates der Stadt Salzburg die große bekannte Ansicht der Stadt Salzburg von Hans Kuhlstrunk von 1916 zu sehen. Die bekannte Säulenhalle des Rathauses, die für vielfältige Zwecke (vor allem als Galerie und Ausstellungsraum) genutzt ist, ist eine zweischiffige und fünfjochige Halle mit flachen Kreuzgradgewölben auf toskanischen Säulen und Pilastern. Die regelmäßigen Sitzungen des Gemeinderates der Stadt Salzburg finden hier im Großen Saal statt.
Zum Turm gelangt man durch diese schöne Eingangstür und über eine sich immer mehr verjüngende Stiege.

Das kleine sechseckige Glockentürmchen mit seiner mehrteiligen Haube enthält 2 alte Glocken von Hans Ralb (14. Jhd.) und Christoph Sesselschreiber (1519).


Wunderschön ist die alte Turmuhr mit ihrem langen im Turminneren schwingenden Pendel. Das große mechanische Werk ist das vermutlich älteste erhaltene Uhrwerk im Land Salzburg. Auch eine alte Mondphasenuhr von 1618 findet sich an der Fassade des Hauses.


Ausblick über die Dächer, Kuppeln und Türme der Stadt Salzburg

Aus meiner Sicht die schlimmste Bausünde der Stadt
Ehemals Cafè Winkler

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