Sale

Salz war in Sizilien schon immer ein billiges Gut und zwar nicht nur, weil es dort bis vor einigen Jahren keinem staatlichem Monopol unterworfen war, sondern auch, weil es in den Salzgruben am Meer in der Provinz von Trapani und in den Bergen der Madonie gewonnen wurde. In der Nähe von Petralia Soprana und zwar im Ortsteil Salinella des Vororts Raffo gibt es auch heute noch ein Bergwerk, in dem Steinsalz gewonnen wird, das dann in den Steinmühlender Gegend gemahlen wird.
Salz hat in Sizilien schon immer eine wichtige Rolle gespielt, und zwar nicht nur im Bereich der Käseherstellung, sondern auch bei der Haltbarmachung vieler Fischereierzeugnisse und anderer Lebensmittel.
Eine der Einnahmequellen des Gewerbes der Küstenortschaften Tusa, Finale di Pollina und vor allem in Cefalù stammt aus der handwerklichen Arbeit, mit der während der Monate, in denen der Fischfang am reichlichsten ist, mit dem Salz von Petralia gesalzener Fisch hergestellt wird.
Im Gebiet der Madonie werden viele landwirtschaftliche Erzeugnisse, für die Ernährung im Winter vorgesehen, mit Hilfe der Sonne und des Salzes haltbar gemacht. Die Tomatensoße, die gekocht, dann gesalzen und mit verschiedenen Kunstgriffen in Flaschen abgefüllt nennt sich „sarsa“ und wird für den Winter aufgehoben. Wenn man die Tomatensoße hingegen auf Holztische ausbreitet, die in der Sonne stehen und ihr dann noch mehr Salz beifügt, nennt man sie „astrattu“. Ist sie dann hoch konzentriert und hat einen Großteil ihrer Feuchtigkeit verloren, wird sie zu Formen geformt, die Brotlaiben ähneln, die dann mit Olivenöl eingefettet werden und in Lorbeerblätter eingewickelt werden. Diese werden dann in „burnie“ aus Terrakotta aufbewahrt.
Auch Zucchinischeiben, aus denen man zuvor die Samen entfernt hat und halbierte Tomaten werden in der Sonne getrocknet und dann während der Wintermonate auf unterschiedliche Art und Weise verwertet.
Auf den Bergen der Madonie trocknet man viele verschiedene Früchte in der Sonne, die man entweder ganz lässt oder halbiert: Feigen, Birnen, Vogelbeeren.
Mille Grazie Signore Guido Stecchi

1. grobes Meersalz
2. feines Meersalz
3. Steinsalz
4. selbstgemachtes Gewürzsalz

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.